Kreisbauernverband Marburg-Kirchhain-Biedenkopf

 

Rundschreiben - Informationen für unsere Mitglieder


 

Futterbörsen beim Bauerverband

Die Grundfutterversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist durch die Wetterkapriolen angespannt, besonders im Westkreis.
Wegen der anhaltenden Trockenheit weisen wir noch einmal darauf hin, dass wir Sie bei der Vermittlung von Grundfutter unterstützen. Hierfür haben wir eine Börse eingerichtet. Auch auf überregionaler Ebene ist eine Futterbörse beim Hessischen Bauernverband, Tel.: 06172/7106-221 oder auch per Mail: hbv@agrinet.de, eingerichtet. Nach unserer Information ist dort aktuell auch Silomais zur Abgabe verfügbar.
Betriebe, die ausreichend mit Futter versorgt sind oder noch Vorräte aus dem Vorjahr haben und sich in der Lage sehen, Futter an andere in einer Notsituation befindlichen Höfe abzuge-ben, bitten wir sich an uns zu wenden.
Im Landkreis werden ca. 350 ha Zuckerrüben angebaut. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die anfallenden Blätter als Futter zu verwenden bzw. zu silieren. Um diese Möglichkeit zu nutzen, müssten Sie sich gegebenenfalls mit Zuckerrübenanbauern in Verbindung setzen. Die Rodefahrzeuge können zur Blattbergung ausgerüstet werden. Hierfür bedarf es allerdings einer frühzeitigen verbindlichen Vereinbarung mit dem Zuckerrübenanbauer über die Abnahme der Blätter während der Ernte, die voraussichtlich im Oktober beginnen wird.

Tel.: 06421 94480
E-Mail: info@kreisbauernverband-marburg.de

 

Nutzung von Zwischenfrüchten auf ÖVF soll möglich werden

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Verordnung zur Freigabe der Nutzung von Ökologischen Vorrangsflächen, die spätestens bis zum 01. Oktober mit Zwischenfrüchten bestellt werden müssen, verabschiedet.


Eine Genehmigung durch die EU-Kommission steht noch aus, wird aber umgehend erwartet.

Die Verordnung sieht dabei vor, dass Länder mit ungünstigen Witterungsbedingungen 2018 über einen einzelbetrieblichen Antrag einen Zeitraum von 8 Wochen festlegen können, in welchem die Ökologischen Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten bestellt sein müssen. Nach Ablauf dieser Frist soll dann eine uneingeschränkte Nutzung möglich sein.

 
Der Acht-Wochen-Zeitraum beginnt mit dem Tag nach der Aussaat der ÖVF-Zwischenfrucht und ist damit betriebsindividuell festgelegt. Bei mehreren Aussaatterminen gilt der Tag der letzten Aussaat.
Eine Nutzung für Futterzwecke wäre dann nach Inkrafttreten der Verordnung und Ablauf der betriebsindividuellen Acht-Wochen-Frist bei Vorliegen einer Genehmigung Mitte Oktober möglich.

Aussaat dokumentieren

Wir empfehlen, den Aussaattermin unverzüglich, formlos und schriftlich bei der zuständigen Kreisverwaltung anzugeben. Hilfreich kann die Dokumentation über Fotos mit Orts- und Datumangabe sein oder die Rechnung eines Lohnunternehmens. Gleiches gilt für die Nutzung der Flächen zu den genannten Zwecken durch Dritte.

 

Nährstoffbedarfsermittlung

Wir erinnern an die Verpflichtung, vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff auf Ackerland eine Nährstoffbedarfsermittlung zu erstellen. Eine Herbstdüngung ist dabei nach der Ernte der Hauptfrucht ausschließlich zu folgenden Kulturen in Höhe von 60 kg Gesamt-N bzw. 30 kg Ammonium-N erlaubt:

- zu Zwischenfrüchten,
- zu Winterraps und Feldfutter bei Aussaat bis 15. September,
- zu Wintergerste nach Getreidevorfrucht bei einer Aussaat bis 01. Oktober.

Zu diesen Kulturen darf eine Düngung bis zum 01. Oktober erfolgen, sofern ein Bedarf vorliegt (siehe unser Rundschreiben vom 18.07.2018).

 

Neue Abstandsregelung an Oberflächengewässern

Wie bereits am 18.07. in unserem Rundschreibenmitgeteilt bzw. im Hessenbauer veröffentlicht, trat am 06. Juni 2018 die am 28. Mai 2018 beschlossene Änderung des Hessischen Wassergesetzes  (HWG) in Kraft. Damit gelten in Hessen ab sofort neue Abstandsregelungen zu Oberflächengewässern. So bestimmt nun § 23 Abs. 2 HWG, dass jeglicher Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in einem Bereich von vier Metern ab Böschungsoberkante untersagt ist .


Greening

Sofern Sie Ihre Greening-Verpflichtung über Zwischenfrüchte erfüllen wollen, gilt es folgende Auflagen zu beachten:
- Zwischenfrüchte werden mit dem Faktor 0,3 gewichtet, d.h. mit 1 ha angebauter Zwischenfrucht erfüllen Sie 0,3 ha Greening-Verpflichtungsfläche.
- Der Aussaattermin mussen zwischen dem 16.07. und 01.10. liegen.
- neben Greeningkonformen Fertigmischungen sind auch Eigenmischungen erlaubt: es muss eine Mischung mit mindestens zwei Arten aus der vorgegebenen Liste ausgesät werden. Dabei darf keine Art einen höheren Anteil als 60% an den Samen der Mischung haben, gemessen an der Anzahl Körner pro qm.
- kein Einsatz von Pflanzenschutzmittel ab der Ernte der Hauptfrucht
- kein Einsatz von mineralischen Stickstoffdüngern und Klärschlamm - organische Düngung ist möglich, die N-Menge ist auf 30 kg/ha Ammonium-N bzw. 60 kg Gesamt-N begrenzt (Vorgaben der neuen Düngeverordnung beachten)
- Die Zwischenfrucht darf erst nach dem 15.02.2019 entfernt werden. Vorher ist keine Bodenbearbeitung erlaubt. Um eine Samenreife zu verhindern, ist bis zum 15.02. lediglich das Schlegeln oder Walzen, ohne Bodeneingriff erlaubt.


Karsten Schmal - Neuer Vize-Präsident des DBV

Der Präsident des Hessischen Bauernverbandes Karsten Schmal wurde beim Deutschen Bauerntag in Wiesbaden mit überwältigender Mehrheit zu einem der vier Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbandes gewählt.
 

Verfahren zur Superabgabe bei Milchüberlieferung im letzten Quotenjahr jetzt beim Bundesverfassungsgericht

Zeitnah Anträge auf Ruhen des Verfahrens stellen

Zwar hat der BFH mit Beschluss vom 13. Juli 2017 (VII R 29/16) entschieden, dass trotz des Auslaufens der Milchquotenregelung zum 31. März 2015 auch für das letzte Quotenjahr noch Superabgabe bei einer Überlieferung zu zahlen ist. Allerdings wurde gegen diese Entscheidung nun Verfassunsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt.

Soweit laufende Einspruchsverfahren durch die Hauptzollämter noch nicht entschieden worden sind, kann gem. § 363 Abs. 2 Satz 2 AO ein Ruhen des Verfahrens mit Hinweis auf die beim Bundesverfassungsgericht anhängige Beschwerde beantragt werden (Az.: 1 BvR 2495/17).

Bitte warten Sie hiermit nicht. Sollten die Hauptzollämter die Einsprüche nämlich aufgrund der Entscheidung des BFH zurückweisen, bleibt nur noch die Klage vor dem FG.

 

Agrardieselantrag 2018 (Verbrauchsjahr 2017)

Der Agrardieselantrag 2018 kann auch für das Verbrauchsjahr 2017 noch in Papierform gestellt werden. Die entsprechenden Formulare sind auf der Geschäftsstelle verfügbar.

 

Antrag auf Wohnungsbauprämie 2016

Anträge auf Wohnungsbauprämie 2016 müssen bis zum 31.12.2018 gestellt werden.

 

Wert der Altenteilsleistungen 2017

Unbare Altenteilsleistungen in Form von freier Kost und Wohnung aus Hofübergabeverträgen sind als dauernde Last beim Hofübernehmer steuerlich abzugsfähig. Die Nichtbeanstandungsgrenzen betragen 2017 für Heizung, Beleuchtung und andere Nebenkosten 645,00 € und Vollbeköstigung 2.892,00 € pro Person.

 

Mindestlohn

Der Mindestlohn West für landwirtschaftliche Arbeitnehmer beträgt seit dem 01.11.2017 € 9,10 pro Stunde.

 

DBV-Service

Auf der Internetseite des Hessischen Bauernverbandes können Sie sich über die aktuellen Vergünstigungen im Rahmen des dbv-Service informieren:

www.hessischerbauernverband.de – Service – HBV-Mitgliederservice.

Dort müssen Sie sich mit Ihrer Mitgliedsnummer und Ihrem Nachnamen anmelden. Die Mitgliedsnummer finden Sie auf Ihrer Mitgliedskarte, die Sie jederzeit bei uns erhalten können, falls diese noch nicht bei Ihnen vorliegt.

 

Neue Düngeverordnung

Die Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen, auch kurz Düngeverordnung (DÜV), wurde in der Fassung vom 26.05.2017 vom Bundesrat beschlossen und ist mit der Wirkung vom 02.06.2017 in Kraft getreten. Sie löst die alte Düngeverordnung aus dem Jahr 2007 ab.

Umsetzung der Herbstdüngung nach der neuen Düngeverordnung

Die seit dem 02. Juni 2017 gültige neue Düngeverordnung muss bereits zur Herbstdüngung 2017 berücksichtigt werden.

Die wichtigsten Änderungen im Hinblick auf die Herbstdüngung sind nachfolgend kurz zusammengefasst:

Neue Sperrfristen für die Ausbringung N-haltiger Düngemittel

Stickstoffhaltige Düngemittel mit einem wesentlichen N-Gehalt (Summe organischer und mineralischer Stickstoff >1,5% Gesamtstickstoff der TM) unterliegen nach der neuen Düngeverordnung folgenden Sperrfristen:

Ø Ab der Ernte der Hauptfrucht auf Ackerland bis Ablauf des 31.01. des Folgejahres

Ø Vom 01.11. bis Ablauf des 31.01. des Folgejahres auf Grünland, Dauergrünland und mehrjährigem Feldfutterbau (bis 15. Mai gesät)

Ø Vom 15.12. bis 15.01 des Folgejahres für Festmist von Huf- und Klauentieren, festen Gärresten und Kompost

 

Radiowerbung

Unter dem Titel „Aus Überzeugung Landwirtschaft – Von Menschen, Tieren und Maschinen“ bieten heimische Landwirte aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ab sofort filmische Einblicke in ihre Arbeit.Gemeinsam mit dem Gebietsagrarausschuss und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Landwirten hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf einen Film drehen lassen, der das Nebeneinander der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft ebenso zeigt, wie die Arbeit der Forstwirtschaft. Dabei wird deutlich, welchen Beitrag unsere Landwirte für den Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten und was tatsächlich hinter dem Begriff Nachhaltigkeit steckt. Fast ein Jahr lang hat die Filmemacherin, Reporterin und Journalistin Katja Döhne den Fokus ihrer Kamera nicht nur vor sondern auch hinter die Kulissen der Landwirtschaft gerichtet. Entstanden ist ein sehenswerter und informativer 25 Minuten langer Film, der interessante, kurzweilige und manchmal auch überraschende Einblicke gewährt. Das Filmprojekt haben der Gebietsagrarausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Verbindung mit dem Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Marburg-Biedenkopf auf den Weg gebracht.

Unter folgender Adresse können Sie den Film anschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=fPttu_p4Uxw

 

 

 

Kreisbauernverband Marburg-Kirchhain-Biedenkopf e. V.  |  info@kreisbauernverband-marburg.de Telefon: 06421-94480, Fax: 06421-944844